Grundfähigkeitenversicherung

Beispiele für Leistungsauslöser

Beispiele - Motorische Grundfähigkeiten

Treppensteigen:

Bewältigung von 12 Treppenstufen durch die versicherte Person – Auf- und Abstieg.

Knien oder Bücken:

Ein Verlust liegt vor, wenn die versicherte Person nicht mehr in der Lage ist, sich aus eigener Kraft auf den Boden hinzuknien, dabei eine ununterbrochene Pause von z.B. höchstens 1 Minute einzulegen und sich danach wiederaufzurichten.

Sitzen und Stehen:

Ein Verlust beim Sitzen liegt vor, wenn die versicherte Person nicht in der Lage ist, auf einem Stuhl mit Armstützen 20 Min (einige Anbieter 10 Min) ununterbrochen zu sitzen. Der Leistungsauslöser Stehen liegt vor, wenn der Versicherte zum Beispiel für eine Dauer von 10 Min nicht mehr in der Lage ist, selbstständig – d.h. ohne Unterstützung durch eine andere Person und ohne sich festzuhalten – stehen kann.

Gebrauch der Arme und Hände:

(recht unterschiedliche Bewertungen einzelner Versicherungsgesellschaften)

  • Anbieter 1: Funktionsverlust liegt vor, wenn mit dem linken oder rechten Arm auf Schulter- bzw. Brusthöhe nicht mehr gearbeitet werden kann.
  • Anbieter 2: Funktionsverlust liegt vor, wenn ein Arm in gestreckter Position nicht auf Schulterhöhe gehoben werden und 10 Sekunden in dieser Position gehalten werden kann. Weiterhin darf die Person auch nicht in der Lage sein, mit dem geschädigten Arm eine 5 KG schweren Gegenstand von einem Tisch zu heben und 5 Meter weit zu tragen.

Lähmungen und Verlust von Gliedmaßen:

Für einen Leistungsfall müssen entweder eine vollständige Lähmung beider Beine oder eine vollständige oder teilweise Lähmung einer Körperhälfte nachgewiesen werden. Die Lähmung muß für mind. 3 Monate bestehen und voraussichtlich irreversibel sein. Auch eine vollständige Amputation von mind. einer Extremität gilt bei einigen Anbietern als Verlust einer Grundfähigkeit.

Funktionsverlust der Hände:

Funktionsverlust schon einer Hand gilt beispielsweise bei Nichterfüllen folgender Aufgaben

  • Öffnen eines Flaschenschraubverschlusses
  • Benutzen eines Schraubenziehers
  • Benutzen einer Schere
  • Benutzung einer Rohrzange
  • Tastatur bedienen
  • Dreh- und Hebebewegung mit einer 2 KG Hantel

Verlust der Schreibfähigkeit:

Die Leistungspflicht wird weitgehend anerkannt, wenn es der Person nicht mehr möglich ist, mit einer Hand mindestens 5 (einige Anbieter verlangen 10 ) Wörter (evtl. in Druckbuchstaben) mit einem Schreibstift für eine andere Person leserlich zu schreiben.

Greifen und Halten:

Siehe hierzu auch die Punkte „Gebrauch der Arme und Hände“ und „Funktionsverlust der Hände“.

Heben und Tragen:

Hier soll ein Gegenstand von z.B. mit einer (oder beiden Händen) Hand von einem Tisch angehoben und einige Meter getragen werden. Unterschieidlich wird hier das Gewicht des Gegenstandes von den verschiedenen Anbietern bewertet (von 2 Kg bis 5 KG).

Beispiele – Sensorische Grundfähigkeiten

Verlust des Sehvermögens:

Im wesentlichsten wird hier ein Verlust der Sehfähigkeit von ca. 95 % und ein Verlust des Gesamtgesichtsfeldes von 70 – 80 % gefordert. Der Prognosezeitraum liegt bei den meisten Anbietern bei 12 Monaten.

Verlust des Hörvermögens:

Die meisten Anbieter formulieren einen Verlust der Hörfähigkeit von mehr als 80 % und eine Prognosedauer von 12 Monaten.

Verlust des Sprachvermögens:

In den meisten Fällen wird hier ein Verlust der Spontansprache formuliert – also der Fähigkeit, willentlich und verständlich mit anderen Personen sprachlich zu kommunizieren. Also einer Beeinträchtigung der Bereiche: Spontansprache, Nachsprechen, Benennen, Sprachverständnis.

Verlust des Gleichgewichtssinns:

Anerkannt wird der Verlust bzw. die Unfähigkeit, eine Leiter, Treppe, Gerüst oder Dach ohne erhöhtes Unfallrisiko zu besteigen. Zusätzlich kann geprüft werden, ob die versicherte Person mit geschlossenen Augen mind. 50 Schritte auf der Stelle treten kann ohne sich dabei mehr als 45 Grad zur Seite zu drehen. Auch die Fähigkeit mit geschlossenen Augen mind. 60 Sekunden ohne Fallneigung zu stehen. Ausschlüsse sind zu beachten wie z. B. aufgrund psychiatrischer Erkrankungen und auf Alkoholabusus.

Beispiele – Verlust geistiger und intellektueller Fähigkeiten

Bei der Beurteilung der geistigen Leistungsfähigkeit formulieren die meisten Gesellschaften zu o.g. Fähigkeiten, daß die Einschränkungen so hoch sein müssen sich die versicherte Person im Alltag nicht mehr orientieren und Alltagsaufgaben alleine nicht mehr bewältigen kann Die Testergebnisse müssen zu den schlechtesten 10 % der Durchschnittsbevölkerung Deutschlands gehören.

Betreuung:

Der Nachweis einer gerichtlich angeordneten Betreuungsbedürftigkeit und der gerichtlichen Bestellung eines Betreuers wird meist als leistungspflichtiger Versicherungsfall anerkannt. Es besteht die Erfordernis eines ärztlichen Gutachtens. Meist setzt den Leistungsfall eine erforderliche Mindestbetreuungsdauer von 6-12 Monaten voraus.

Verlust der Fahrerlaubnis:

Der Verlust der Fahrerlaubnis muß aus gesundheitlichen Gründen erfolgen. Weiterhin muß auch klargestellt sein, um welche Fahrerlaubnis es sich handelt.

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